21.11.2018

Hello Hashtags

Kennen tut sie mittlerweile jeder. Aber wirklich relevante Schlagworte für ein organisches Wachstum des eigenen Accounts zu formulieren, ist gar nicht so einfach.

Warum sind Hashtags so wichtig geworden?

Als Millenial in Österreich ging man bereits Anfang 2013 auf Instagram via dem Rautensymbol auf Entdeckungsreise. Rund fünf Jahre später hat sich die Verschlagwortung nun auch in den dunkelsten Ecken der regionalen Medienlandschaft durchgesetzt. Wie es dazu kam?
Die Antwort lautet Informationstransport.

Hashtags funktionieren wie ein Etikett. Sie sind eine Bezugnahme und setzen visuelle Inhalte in einen thematischen Kontext. Inhalte werden somit in bestimmte Nutzerkreise transportiert, und je beliebter der Hashtag ist, desto mehr Publikum erreicht man. Dennoch ist das alles nicht ganz so #easy.

Generische vs. organische Likes

Die tatsächliche Effizienz von Likes

Postet man nun auf Instagram, Facebook oder Twitter ein Bild und versieht es mit hochfrequenten Hashtags – also jenen, die weltweit am häuftigsten verwendet werden – so erhält man dafür zwar eine gewisse Anzahl an Likes, doch diese basieren kaum auf wirklichem Interesse am Inhalt, sondern sind vielmehr generisch. Man erhält zum Beispiel irrelevante Likes von Bots anstelle der entscheidenden ­Zielgruppe. Es gilt, die passenden User anzusprechen und echte Interaktion zu erzeugen. Ansonsten geht der Content in den Massen unter und bleibt für echte Nutzer unzugänglich.

Beispiele für hochfrequente Hashtags: #potd (#photooftheday), #instagood, #tb (throwback)

Branded Hashtags: Um sich zielgruppengerecht zu platzieren, braucht es selektives Engagement. Sinnvoll ist es also, einen völlig neuen Hashtag für ein Produkt oder eine Kampagne zu kreieren, einen sogenannten „branded hashtag“. Mischt man diesen unter bereits etablierte Community-Schlagwörter, so erhält man einen guten Mix an relevanten Tags und hat optimale Chancen darauf, das richtige Publikum ­anzusprechen. So baut man Reichweite organisch auf und erhält Feedback und Likes von jenen Usern, die sich auch wirklich für den Inhalt begeistern.

Am Beispiel „Linz“

Hochfrequente Hashtags: #city #citylove
Community-Hashtags: #linzphotography #linzanderdonau #linzleben
Branded Hashtag: #inlinzbeginnts

Lassen Sie Ihrer Kernidee etwas Luft zum Atmen.

Mehr als gut ist nicht immer besser

Zu viele Hashtags verwirren nur oder wirken wie Spam. Bleiben Sie stattdessen ­#simpleandsweet, das ist browsingfreundlicher und wirkt selbstbewusster. Eine sparsame Dosierung stört den #Lesefluss nicht. Individualität und Relevanz sind gefragt. Gebrandede Hashtags, die mit frischer Eloquenz punkten, erzielen oft eine tollen Social Buzz.

Was gilt es dabei zu beachten?

  • Hashtags sollten möglichst kurz gehalten werden, so verfügen sie über bessere Lesbarkeit und ­prägen sich beim User leichter ein. #guteLesbarkeit #machtwirklicheinenunterschied
  • Leer- und Sonderzeichen funktionieren nicht.
  • Die maximal zulässige Anzahl an Hashtags ist 30.
  • Bleiben Sie aktiv. Antworten Sie auf Kommentare, verlinken Sie auf relevante Community-­Accounts. Je mehr echte Interaktion auf Ihrem Konto stattfindet, desto organischer wächst Ihre Reichweite.
  • Geben Sie Ihre Location an. Die Angabe des Standortes sorgt für zusätzliche Reichweite und ­kann in einigen Fällen sogar sehr wertvoll sein, etwa wenn spezifisch nach einem gewissen Standort ­gesucht wird (etwa bei Messen oder Events).
  • Platzieren Sie Hashtags in Ihren Stories. Sie lassen sich über Sticker oder die normale Textfunktion einbinden. Achten Sie dabei auf die Ästhetik: Auch hier gilt – weniger ist mehr.
  • Aktualisieren Sie Ihr Hashtag-Set mindestens monatlich.